Corinne Stammbach

Meine tierischen Begleiter sind meine liebsten Lehrerinnen und Lehrer. Mit ihnen zusammen habe ich mich auf meinen Herzweg begeben und nehme so die Herausforderungen und Freuden des Lebens gerne und mit mehr Vertrauen und Leichtigkeit an.
Nach zehn Jahren Erfahrungen mit Menschen und ihren Hunden, habe ich mich 2016 selbstständig gemacht und widme meine Zeit dem achtsamen Zusammenleben von Mensch mit Hund. Hunde werden mitunter artgerechter gehalten, ausgewogener ernährt, erhalten Trainings in alle Richtungen sowie hochstehende klassisch- und komplementärmedizinische Versorgung. Was oft zu kurz kommt ist, dass wir uns auf die Persönlichkeit des Hundes einlassen, uns Gedanken machen zu seinen wahren Bedürfnissen und wie wir ihn mit seinen natürlichen Instinkten angemessen führen. Spannend wird es, wenn wir dem Hund Lebensfertigkeiten beibringen und bereit sind, ihm auch Wahlmöglichkeiten und eine gewisse Autonomie zu geben.
Mit Marcello lebe ich seit 2013 mit unseren vier tierischen Begleitern auf dem Land. Wir geniessen die Naturverbundenheit und sind dankbar unser Leben mit diesen einzigartigen Persönlichkeiten teilen zu dürfen.

Wie ich auf die Arbeit mit Mensch mit Hund kam

2003 suchte ich für mich und meine junge Malinoishündin, NOA, die aus einer Leistungszucht mit explosiven Genen stammte, einen Ort, wo wir uns gut aufgehoben fühlten. Das führte mich durch diverse Angebote auf dem Hundemarkt, aber mir war nirgends richtig wohl. Sie zeigte rassetypisch viele Verhalten, mit denen ich im Alltag ziemlich gefordert war, mit gut gemeinten Tipps überhäuft wurde und viel Kopf schütteln ertragen musste. Für Noa war weniger mehr, da sie sehr schnell Reiz überflutet war. Sie kam erst zur Ruhe, als ich ihr eine Tagesstruktur mit sinnvoller Stimulation und genügend Ruhezeiten eingerichtet hatte. Für mich kamen Mittel wie Wassersprüher, Kettenhalsband oder stupide von Menschen erfundene Methoden, wie ein Hund erzogen werden sollte, nie in Frage und so musste ich über die Grenzen der konventionellen Erziehung hinweg suchen, um zu finden, was ich brauchte: einen Ort, wo Respekt gelebt wird, wo ICH lernen durfte und nicht gleich der Hund in seinem Verhalten korrigiert werden sollte. Dies fand ich in den Ausbildungen bei Nicole Fröhlich NF Footstep im Graubünden. Was ich dort hörte und erlebte bestätigte mein Gespür, dass Hunde nichts anderes als Liebe, Zeit, Raum und faire Grenzen brauchen.

Meine tierischen Begleiterinnen und Begleiter
XAVI, 2012

Der scheue Clown. Ein Ratonero Mallorquin, der in der Tötungsstation landete und Unvorstellbares erlebt haben muss. Trotzdem hat er zurück ins Leben gefunden und bereichert unseren Alltag mit all seinen Liebenswürdigkeiten und einer Sanftheit, die ich bei Hunden so noch nicht erlebt habe: er kann im wahrsten Sinne des Wortes keiner Fliege etwas zu leide tun.

CLEMENTINA, 2013

Die Kleine mit dem Löwenherz. Ein Tibetspaniel-Mix, die von Kindern gequält wurde und sich über ruhige zurückhaltende feinfühlige Kinder wieder freuen kann. Kein Hund ist ihr zu viel oder zu gross. Nur unhöfliche Vierbeiner können sie aus der Fassung bringen und Menschen, die das Gefühl haben sie sei bei ihrer Grösse kein ernstzunehmender Hund.

ALMA, 2012

Eine grosse Seele in einem grossen Hund. Eine gelassene fröhliche soziale Husky-Mix Hündin, die ganz frisch bei uns ist und sich wunderbar in unser Familiensystem eingefügt hat, so dass wir uns ein Leben ohne sie schon gar nicht mehr vorstellen können.

HAZEL, 01.11.2001

Der Kater, der die Hundesprache wie kein anderer spricht. Im nächsten Leben möchte er als Hund geboren werden, damit er mit auf die Spaziergänge und in die Ferien darf. Er liebt Hunde und hat schon vielen Hunden geholfen, Katzen in einem neuen Licht zu sehen.

Philosophie

Beobachten ohne zu interpretieren ist ist eine Vorgehensweise, auf die ich grossen Wert lege. Mein Anspruch ist es jedem Lebewesen auf Augenhöhe zu begegnen. Ich verfolge einen ganzheitlichen Ansatz in meinem Umgang mit Mensch und Hund. Das "Warum" ein Hund etwas tut, und nicht dass er es tut, steht im Vordergrund. Auf die Einzigartigkeit jedes Lebewesens möchte ich individuell eingehen. Die Ursache eines unerwünschten Verhaltens herauszufinden braucht oft Geduld und die wünsche ich mir von den Menschen, wenn sie sich auf die Spezies Hund einlassen wollen. Die Beziehung steht immer vor der Erziehung oder dem Gehorsam. Wenn Hunde ein Verhalten zeigen, das uns oder der Gesellschaft missfällt, müssen wir die Verantwortung dafür übernehmen. Im Alltag bedeutet es für uns, dass wir die Bereitschaft haben, unsere Verhaltensweisen zu überdenken und Abläufe zu verändern.

Qualifikationen

2017 Update Nationales Hundehalter Brevet

2016 Verhaltensausbildung NF Footstep Lehrgang 2

2015 Zertifikat systemischer Coach & BeraterIn (CTAS)

2013/2014 Verhaltensausbildung NF Footstep Lehrgang 1

2011 Fachspezifische, berufsunabhängige Ausbildung zur Ausbildung von Hundehaltern (Sachkundenachweis unterrichten)

2006/2009 Australian Bush Flower Essences nach Ian White Level 1 bis 3

2006 NF Footstep Welpen- und Junghundebegleiterin

2004/2005 International Dog Behaviour Training School IDBTS

2000/2002 ATN Akademie für Tiernaturheilkunde Schweiz

Meine Grundausbildungen: Erstes Patent Primarlehrerin und Kauffrau

Hundehalterin seit 1991

Ethische Grundsätze

Aversive (Widerwillen hervorrufende) Hilfsmittel und Trainingsmethoden jeglicher Art, lehne ich strikte ab.