HAZEL Novemer 2001 bis April 2021

Der Kater, der die Hundesprache wie kein anderer sprach. Im nächsten Leben möchte er als Hund geboren werden, damit er mit auf die Spaziergänge und in die Ferien darf. Ich hoffe, das ist bald! Er liebte Hunde und hat sehr vielen Hunden geholfen, Katzen in einem neuen Licht zu sehen. Er konnte Hunde einwandfrei einschätzen, wusste welche nur so tun als ob, welche er etwas im Auge behalten musste und mit welchen er gleich Freund werden konnte. Er ist bei uns geboren und ich bin mir nicht sicher, ob er, als er die Augen öffnete zuerst seine Mutter, Betsy, oder unsere Hündin, Shanti, gesehen hat. Diese hütete oft die Katzenwelpen, wenn Betsy eine Verschnaufpause brauchte. Er war ein Leben lang Nacht aktiv und konnte bis zuletzt nicht verstehen, dass wir es nicht sind. Tagsüber hat er vorwiegend auf oder neben uns geschlafen, gedöst, sich tragen lassen, geschnurrt, sich gesonnt und Streicheleinheiten und Fellpflege, von uns oder den Hunden, genossen. Wenn Besuch kam, ob Mensch oder Hund, war er sofort hellwach und kam diesen begrüssen, wie es Hunde tun. Die letzten zwei Jahre war er taub, doch er spürte, wenn im Haus etwas los war und dann kündigte er sich mit seiner unverkennbaren Stimme an. Hazel mochte Gesellschaft auch beim Essen. Nebst Fisch fand er Champignons, Hundefutter, Randen und Oliven fein. Hauptsache nicht alleine essen.


Corinne Stammbach

Tiere sind meine Lehrmeister*innen. Sie bestärken mich, keinen Zentimeter von meinem Herzweg abzuweichen, wenn der Kopf und die Vernunft zwischendurch sagen, überleg dir das gut, mach ich das und folge dann meinem Herzen. Kleine Abweichungen sind erlaubt, doch abrücken vom Weg geht nicht mehr. Weil ich meinen Tieren mehr Selbstbestimmung geben wollte und mich aus der Stadt zurück in die Natur bringen, dachte ich immer, ich müsste auswandern - das kommt später noch - , doch wir fanden in der Schweiz einen Ort, der uns allen besser tat, als das Stadtleben. Auch unsere Hunde haben eine Klappe nach draussen und können entscheiden, ob sie an die frische Luft möchten. Ich hörte vor kurzem erstmals das Wort "radikal" im Zusammenhang mit mir. Das gefällt mir als Eigenschaft im positiven Sinne.
Marcello und ich sind dankbar und glücklich unser Leben mit einzigartigen Tier-Persönlichkeiten teilen zu dürfen

Wie ich auf die Arbeit mit Mensch mit Hund kam, Philosophie, Qualifikationen und Ethische Grundsätze

Nelly Botta

Mit Nelly und Chili, ihrer Hündin, arbeite ich seit sechs Jahren gut und sehr gerne zusammen. Wir kennen uns lange und haben eine ähnlich Haltung, was die Einstellung zum Hund angeht. Wir sind eine Art komplementär. Das Coaching von Menschen und ihren Hunden ist spannend schön und anspruchsvoll.  Deshalb ist es ein Glück die Zusammenarbeit mit jemandem wie Nelly teilen zu dürfen.
Wenn ich ein Hund wäre, würde ich bei ihr und ihrer Familie leben wollen.
Hier geht es zu Nelly's Website.


Meine tierischen Begleiterinnen und Begleiter
XAVI 2012

Ein Ratonero Mallorquin, der in der Tötungsstation landete und Unvorstellbares erlebt haben muss. Trotzdem hat er zurück ins Leben gefunden und bereichert unseren Alltag mit all seinen Liebenswürdigkeiten, seinem Schalk und einer Sanftheit, die ich bei Hunden so noch nicht erlebt habe. Er kann im wahrsten Sinne des Wortes keiner Fliege etwas zu leide tun: Er zeigt sie mir, ich fange sie ein, lasse sie frei und er ist glücklich darüber, dass ich weiss, dass jedes Tier seine Daseinsberechtigung hat. Bei Gewitter oder Feuerwerk drückt der Pinscher durch, bei der Jagd ist er nur ein halber Terrier, beim Krallen schneiden ein ganzer und im Spiel voll und ganz Podenco pequeno, unermüdlich, kreativ und lustig. Er ist unser Langschläfer unter den Hunden. Wenn er seinen 12-stündigen Schönheitsschlaf nicht hatte, kann er zur Diva werden. Vor 10 Uhr morgens hat er selten Sprechstunde. Die beiden Sandkörnchen, die sich bei ihm über Nacht in den Augenwinkeln bilden, muss ich herausnehmen - das schafft auch Smilla nicht -, dann startet er zufrieden in den Tag. Seine Augen schauen einem mit oder ohne Korn direkt in die Seele. Xavi mag Eier in allen Variationen. Er hört oder besser spürt im Tiefschlaf eine Eierschale brechen. Wir haben ihm sein eigenes Huhn versprochen.

CLEMENTINA 2012

Die Kleine mit dem Löwenherz, vielleicht ein Ratonero-Chihuahua-Tibetspaniel-Pekinesen-Mix - ihre Herzzunge, ihr unbestechliches Wesen und absolute Loyalität ihren Liebsten gegenüber deutet darauf hin. Sie wurde von Kindern gequält, kann sich aber über zurückhaltende Kinder wieder freuen. Kein Hund ist ihr zu viel oder zu gross. Wenn andere Hunde vor einem Irish-Wolfshund beeindruckt stehen bleiben oder flüchten wollen, findet sie, das ist doch auch nur ein Hund und wenn er nett ist, spielt die Grösse keine Rolle. Nur unhöfliche Vierbeiner können sie aus der Fassung bringen und Menschen, die das Gefühl haben sie sei bei ihrer Grösse kein ernstzunehmender Hund. Sie lehrt mich Klarheit. Bei ihr waren 50 Wiederholungen nichts, 500 brauchte es oft und 5000 können es locker werden, wenn wir nicht aufmerksam sind. Sie prüft immer wieder auf's Neue, ob das Alte noch gilt und ob wir verstanden haben. Ausnahmen sind bei ihr die Regel und so fängt das Spiel von vorne an. Sie gibt nicht auf, uns ernst zu nehmen und hat eine unheimliche Geduld. Den Sinn im Auto hinten zu sitzen, wird sie niemals verstehen können. Und sie würde am liebsten mit uns am Tisch mit Messer und Gabel essen. Wahrscheinlich war sie ihm letzten Leben ein Lama, der die Lehren zu wenig ernst genommen hat.

ALMA 2012

Eine grosse Seele von Hund. Sie ist eine weise Husky-Mix Hündin, die sich mit einer Feinheit und Ruhe in unser Familiensystem eingefügt hat, die beeindruckend waren. Ich musste sie oftmals ermuntern, sich mehr Raum zu nehmen. Sie gönnt jedem alles, versprüht Leichtigkeit und Freude, aber auch Kraft und Ausdauer. Sie ist der weiche warme Fels in der Brandung, an den sich die anderen gerne anlehnen und Geheimnisse anvertrauen. Alma ist vielleicht der erste Hund, den ich kenne, der das Alleine sein wirklich geniesst. Sie streckt sich dann in ihrer ganzen Länge und Breite aus oder kugelt sich irgendwo zusammen und kann unser Nachhause kommen verschlafen. Sie kann aber auch wild und fröhlich durch die Gegend rennen, ausgelassen spielen, draussen in der Sonne oder im Schnee liegen, sich Erdhöhlen bauen und heulen wie ein Wolf. Sie musste mit ihren Welpen auf der Strasse leben, verlor ein halbes Ohr, doch ihre Würde konnte ihr niemand nehmen. Ihre Lieblingsspeisen sind nach wie vor Pasta und Pizza.

PANCHO 2011

Er ist ein kleiner Terrier-Mischling und machte unser Glück fünfblättrig!
Obwohl er in seiner Vergangenheit mit Unberechenbarkeit und Willkür leben musste, konnte er sich seine Tapferkeit und Anpassungsfähigkeit erhalten. Als er bei uns im Frühling 2018 ankam, war er ein trauriges Häufchen Elend mit einer geschundenen, aber wahrscheinlich unversehrten Seele. Resilient halt, wie ich es bei Tieren häufig erlebe. Er hat seither an Muskelmasse und Lebensfreude zugelegt und rennt nun mit einer Heiterkeit über die Wiesen, dass unsere Herzen immer gleich mithüpfen. Auch das Herz von Xavi hat er mit Taktgefühl und Beobachtungsgabe erobert. Für die Hündinnen und Hazel war der Zuwachs eine Bereicherung, da sie erkannten, was für ein gescheiter kleiner Rüde er ist, der seinen Platz in der Gruppe und auch alles andere gerne teilt und Konflikten, wenn immer möglich, aus dem Weg geht. Er ist da, wenn er gebraucht wird, kann sich aber auch empfehlen. Dann verschwindet er in den oberen Stock oder besucht Karin und Jerry im zweiten Stock. Für Bananen macht er jedes Kunststück, sogar einen "Sauté" Balletsprung.

Smilla 2018

Sie kam zu uns, weil scheue Welpen in den italienischen Tierheimen keine Chance auf Vermittlung haben und dann ihr ganzes Leben im Canile fristen. Nicht weil wir unbedingt noch ein weiteres Blatt am Klee wollten. Sie ist geblieben und wir sind dankbar dafür. Smilla ist ein Geschenk für mich, da ich durch sie mein ganzes Wissen und meine Erfahrung einbringen und prüfen durfte. Ich lernte noch geduldiger zu werden, nichts zu wollen, ihr Tempo zu gehen und mich über jeden kleinen Fortschritt zu freuen und niemals zu denken, dass nicht noch mehr geht und dabei achtsam zu sein, nichts überspringen oder beschleunigen zu wollen und immer parat zu sein, wenn ihre Neugier grösser als die Scheu ist. Ihr fehlt die Sozialisierung auf den Menschen in einem sensiblen Alter und das ist leider nicht einfach nachzuholen. Aber sie kann lernen nur so viel Scheu und Angst zu haben, wie nötig und lernen dem zu vertrauen, was sie wiederholt als angenehm und schön erlebt. Mit Hunden hat sie eine diversere Sprache als der Haushund. Das ist wunderbar zu beobachten. Sie analysiert Situationen unter Hunden blitzschnell, macht soziale Körperpflege bei Hund und Katz - kein Ohr oder Auge bleibt schmutzig - und splittet in ihrem jungen Alter bereits erwachsene Hunde gekonnt. Sie kann auch summen und gurren wie ein Basenji oder Dingo. Sie geniesst es mitunter wirklich sehr, von Menschen gestreichelt zu werden, wahrscheinlich auch deshalb, weil sie nicht wie viele Hunde zu oft zu früh und zu Primaten haft angefasst wurde. Ich freue mich immer wieder, wenn etwas geht, das vorher undenkbar gewesen ist. Ein Blick von ihr und ich bin bereit weitere 7 Jahre zu suchen und lernen. Den Gral zu finden ist dann nebensächlich. Wenn sie sich über etwas freut, kann sie Luftsprünge von über einem Meter machen und dabei grinsen. Sie ist eine wahre Allesfresserin und probiert mehr als nur aus. Sie hat im Winter zwei rohe Selleries aus dem Keller geholt, samt Schale gefressen und spielend verdaut.